Dorrit Bartel Schreiben | Reisen | Fotografieren
Dorrit Bartel Schreiben | Reisen | Fotografieren

Ich wurde 1969 in Mecklenburg geboren. In Schwerin bin ich aufgewachsen, zur Schule und Berufsschule gegangen und habe meine ersten Schreibversuche unternommen. Ich habe sogar mal einen Preis gewonnen – für ein Gedicht über eine Schildkröte.


Ziemlich bald, nämlich mit 18, bin ich aus Mecklenburg weggegangen, ein Jahr lang lebte ich in Potsdam und anschließend viele Jahre in Dresden. Dort habe ich freies Tanztheater produziert und organisiert und ein Tanztheaterfestival mit aufgebaut. Geschrieben habe ich immer noch, Preise gewann ich jedoch keine mehr.


2001 war es Zeit, wieder einmal den Ort zu wechseln und ich zog nach Köln. In verschiedenen Industrieunternehmen arbeitete ich als Sekretärin. Assistentin hört sich zwar irgendwie interessanter an, aber mir gefällt der etwas altmodische Begriff Sekretärin. Geschrieben habe ich in meiner Kölner Zeit nicht, auch wenn ich es immer vermisst habe.


Als ich 2007 nach Berlin zog, war es, als sei ich nach Hause gekommen. Von einem Tag auf den anderen begann ich wieder zu schreiben. Zunächst überrascht und mit wenig Ehrgeiz, aber zunehmend ernsthafter.


2009 versuchte ich noch einmal einen Umzug – schließlich hatte ich noch nie im Ausland gelebt und London schien mir für eine sehr kurze Zeit eine gute Idee zu sein. Bis ich eines Tages in London saß und mich fragte, wie lange in meinem Leben ich andere Abenteuer suchen will, um dem einen auszuweichen, das immer meine Sehnsucht war: Schreiben. Ich packte meine Sachen und fuhr wieder nach Berlin. Nach Hause. Ich begann endlich ernsthaft zu schreiben, suchte und fand Verbündete und Unterstützer; schrieb meinen ersten Roman und andere Texte, wie zum Beispiel für den Blog der 42erAutoren.

 

Die 42erAutoren waren ein Glücksfall für mich - ich habe von meinen Kollegen dort viel gelernt und möchte den Austausch zu allen Belangen des Schreibens nicht mehr missen. Die Kollegen ihrerseits schätzen mich offensichtlich auch, jedenfalls haben sie mich 2016 in ihren Vorstand gewählt.

 

Inzwischen schreibe ich an meinem zweiten Roman. Meine Miete und meine Brötchen verdiene ich immer noch als Sekretärin, seit einigen Jahren in Teilzeit. Allwöchentlich schenke ich mir einen Tag zum Schreiben.